Luftaufnahmen mit dem Hubschrauber

23. Mai 2018
Eine Drohne hat heute fast jeder (mich ausgenommen). Aber zum einen werden die Vorschriften wo und wie man damit fliegen darf immer mehr und zudem macht es auch viel mehr Spaß selbst in die Luft zu gehen. Ein paar Tipps zu Luftaufnahmen aus dem Hubschrauber oder Flugzeug möchte ich hier geben.

Im Laufe der Jahre hatte ich schon mehrmals die Gelegenheit mit verschieden Hubschraubern und Kleinflugzeugen für Fotoaufnahmen in die Luft zu gehen. Im Vorfeld der Fußball-WM in Russland war ich beispielsweise auf Einladung der FIFA im Land unterwegs und konnte einen Großteil der Stadien aus der Luft fotografieren.

Flugzeiten sind extrem teuer, so dass meistens nicht viel Zeit bleibt Dinge auszuprobieren und einmal wieder am Boden gibt es in der Regel auch keine zweite Chance, wenn irgendwas etwas schief gelaufen ist. Eine gute Vorbereitung ist für Luftaufnahmen also immens wichtig. Man sollte sich vorher überlegen was und wie man etwas aufnehmen möchte und mit dem Piloten eine grobe Flugroute besprechen.

Im Idealfall fotografiert man bei offener bzw. ausgebauter Tür und sitzt dann mit den Füßen auf den Kufen. Auf diese Weise hat man viel Bewegungsspielraum und kann beispielsweise auch senkrecht nach unten fotografieren. Dabei ist man dann mit einem Auffanggurt im Hubschrauber gesichert. Gegenlichtblenden und alles was sonst noch Wind fangen und sich lösen könnte sollte zuvor entfernt werden. Zum einen verhindert man so unnötige Verwackler durch den Wind und noch wichtiger: man riskiert nicht, dass sich die Geli im Flug löst und in den Rotor gerät oder irgendwem auf dem Kopf fällt. Aus dem gleichen Grund ist auch ratsam alle Kameras mit Fangseilen nochmal am Gurt zu sichern. Auch bei gutem Wetter wird es unter der Turbine übrigens extrem kalt. Nicht nur, wenn man im Februar bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fliegt, wie ich bei meinem ersten Flug 😉 Im Zweifel sollte man sich für den Helikopterflug also lieber etwas wärmer anziehen als man das am Boden tun würde.

Für den Fall, dass sich Fenster nicht öffnen oder Türen nicht ausbauen lassen, empfiehlt es sich möglichst dunkle Kleidung anzuziehen um Reflexionen in den Scheiben zu vermeiden.  Sinnvoll ist es auch auf der gleichen Seite wie der Pilot zu sitzen. Auf diese Weise könnt ihr euch am einfachsten über den besten Aufnahmewinkel verständigen und er kann euch relativ einfach in die gewünschte Position fliegen.

Um Verwacklungen zu vermeiden empfehlen sich in jedem Fall Verschlusszeiten kürzer als 1/1000. Mit Zoomobjektiven seid ihr flexibel. Zeit für den Objektivwechsel bleibt in der Regel nämlich nicht und wenn man gerade in der offenen Helitür sitzt, ist das auch nicht die beste Idee 😉 Aus dem gleichen Grund sollte man auch ausreichend große Speicherkarten in der Kamera haben. Je nachdem was ihr aufnehmen wollt und wie nah ihr an eurer Fotomotiv heranfliegen könnt, kommt für Luftaufnahmen im Prinzip jede Brennweite zwischen 15mm und 400mm in Frage. Letztere benötigt dann allerdings schon sehr kurze Verschlusszeiten, bzw. eine ruhige Hand.

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